Zu verschenken: Der Unbesiegbare von Stanislaw Lem #bzv

Der Unbesiegbare ist ein Science Fiction Roman in dem sich ein militärisch geführtes Raumschiff mit reichlich Wissenschaftspersonal auf die Mission begibt, das verschollene Raumschiff Kondor zu finden.

Zu diesem Zweck wird der Planet aufgesucht, der als letzter Aufenthaltsort des Kondors bekannt ist. Auf dem Planeten angekommen versuchen die Wissenschaftler zunächst die Bedingungen für Leben auf dem Planeten in Erfahrung zu bringen. Es wird festgestellt, dass Leben lediglich unter Wasser und nicht auf dem Festland ausgemacht werden kann. Eine weitere Irritation ergibt sich daraus, dass die Meeresbewohner mit einem Organ ausgestattet sind, welches zur Wahrnehmung elektromagnetischer Wellen geeignet zu sein scheint. Es werden keine bekannten Erklärungen gefunden und Mutmaßungen über den Ursprung der vorgefundenen Merkwürdigkeiten verbittet sich den Wissenschaftlern. Aufgrund mangelnder Alternativvorschläge wird daher beschlossen, den Umfang der Beobachtungen zu erweitern und gewissenhaft aufzuzeichnen. Daran ändert sich zunächst auch nichts, als die Kondor samt ihrer toten Besatzung auf dem Planeten gefunden wird und keine hinreichend begründeten Schlussfolgerungen aus ihrem Verwesungszustand gezogen werden können.

Eine Erklärung in Form einer unbewiesenen Vermutung wird erst entwickelt, als zahlreiche Besatzungsmitglieder des Unbesiegbaren zu Schaden kommen und erschreckende Vorkommnisse demonstrieren, dass eine Macht im Spiel ist, die die Möglichkeiten und das Verständnis des Wissenschaftspersonals und ihrer Instrumente übersteigt. Die entwickelte Handlungsempfehlung, auf die die Erklärung hinausläuft lautet, den Planeten umgehend zu verlassen.
Nachdem der Auftrag des Unbesiegbaren jedoch lautet, Gewißheit über den Verbleib des Kondor zu erlangen kommt diese Möglichkeit nicht in Betracht. Stattdessen wird versucht weitere Ressourcen für die Bekämpfung der fremden Macht zu aquirieren, was zunächst physische Gewalt meint. Nach dem Scheitern des Einsatzes dieser Ressource kommt man auf die Idee, wenigstens einen langfristigen Erfolg durch Manipulation der gegnerischen Macht zu erwirken.

Hat ja alles keinen Sinn, dachte er. Sie wollen vernichten, wir auch, wir alle wollen jenes Etwas vernichten, aber damit retten wir niemanden. Die Regis ist unbewohnt, der Mensch hat auf ihr nichts zu suchen. Wozu also diese halsstarrige Verbissenheit? Es ist doch nicht anders, als wären die Männer bei einem Gewitter oder einem Erdbeben ums Leben gekommen. Niemandes bewußte Absicht, kein feindlich gesinnter Wille ist uns entgegengetreten. Ein lebloser Selbstorganisationsprozeß… Lohnt es denn, die ganze Kraft und Energie daran zu verschwenden, ihn zu zerstören, und nur, weil wir ihn von vornherein für einen lauernden Feind gehalten haben, der erst den >>Kondor<< und dann uns aus dem Hinterhalt angefallen hat? Wie viele unheimliche, menschliche Begriffen fremde Erscheinungen mag der Kosmos in sich bergen? Sollen wir überall mit unseren Raumschiffen landen, Vernichtungswaffen an Bord, um all das, was unser Fassungsvermögen übersteigt, zu zerschlagen? Wie haben sie es kurzerhand genannt? Nekrosphäre. Folglich auch Nekroevolution. Enwicklung toter Materie.

Die Pläne zur Bekämpfung der fremden Macht werden aufgegeben, weil keine Möglichkeit gefunden wird, die nicht die eigene Existenz aufs Spiel setzt. Stattdessen bleibt als letzte Notwendigkeit einige verschollene Besatzungsmitglieder zu finden, notfalls auch ihre Verstorbenen überreste. Eine solche Suchaktion ist geboten, weil der Unbesiegbare auf langfristige Selbsterhaltung im Weltraum angewiesen ist und das Zurücklassen von Crewmitgliedern eine solche unmöglich machen würde.

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